Bericht von Refia und Alva, jetzt 10d
Am Dienstag, den 22.07.2025 – kurz vor den Sommerferien – unternahmen wir, die Klasse 9d, in Begleitung unserer Lehrkräfte Frau Gabbert und Frau Neuhaus, nach dem Projekttag ,,Schule gegen Rassismus“, einen spannenden und lehrreichen Ausflug zur DITIB Fatih Moschee in der Meierei-Straße in Flensburg. Während des Projekttages hatten wir die unterschiedlichen Kulturen und Religionen in unserer Klassengemeinschaft, auch über ein internationales Buffet, besser kennen gelernt. Ziel unseres Besuches war es nun, mehr über den Islam, das muslimische Gemeindeleben und den interkulturellen Austausch zu lernen.
Als wir nach einem schönen Spaziergang von der Goethe-Schule bis zu der Moschee ankamen, wurden wir herzlich von dem Vorstandsvorsitzenden der Moschee, Herrn Yakup Can, und dem Dialogbeauftragten der Moschee, Herrn Kemal Duyum, empfangen. Wir wurden zunächst um das Gebäude herumgeführt und machten Gruppenbilder vor dem Minarett, was diese Moschee als einzige in Flensburg besitzt. Die Finanzierung der Moschee und der Gemeindearbeit erfolgt über Spendengelder ihrer Mitglieder auf freiwilliger Basis.
Bevor wir die Moschee betraten, zogen wir – wie es bei einem Moscheebesuch üblich ist – unsere Schuhe aus Gründen der Hygiene und des Respektes aus. In der Moschee liegt ein Teppich, der nicht durch Straßenschmutz verunreinigt werden soll, da er zum Gebet genutzt wird. Für die Schuhe gab es im Eingangsbereich Regale und wir gingen auf Socken in einen wunderschönen Raum, den man hinter der Eingangstür nicht vermutet hätte.
Die Moschee besteht aus zwei Etagen, die untere für Männer und die obere für Frauen. In jeder Moschee findet man eine Gebetsnische, die in die Himmelsrichtung nach Mekka zeigt – in unserem Fall zeigte sie nach Süd-West. Nach kurzem Erkunden der Moschee setzten wir uns und hörten gespannt dem Dialogbeauftragten zu, der uns viel über die Moschee, das Gemeindeleben und die Gebete erzählte. Im Anschluss durften wir Fragen stellen, manche waren ein wenig kritisch, wurden aber immer freundlich und offen beantwortet.
Nachdem alle Fragen geklärt waren, durften wir uns noch in Ruhe die Moschee ansehen und erfuhren draußen vor der Moschee interessante Details über die rituelle Verabschiedung von Verstorbenen. Der Besuch und die Gespräche haben bei uns nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Wir haben uns mit einem kleinen Geschenk verabschiedet und nach einem weiteren Gruppenbild haben wir die interkulturelle Exkursion, bei der wir viel über Kulturen und Religionen in unserer Klassengemeinschaft gelernt haben, mit einem leckeren Döner im Imbiss „Anatolien“ beendet. Das war eine sehr positive Erfahrung für uns – jetzt haben wir geplant, weitere Gotteshäuser anderer Religionen zu besuchen.