Bei all den Extremwetterereignissen der letzten Tage konnte man so einiges befürchten: brütende Hitze, Gewitter, Hagel, Sturm …  Aber am 30.6.26 trifft nichts von alledem ein. Wie immer, wenn die Fahrt nach Eekholt ansteht, gibt es Topwetter: um die 24 Grad, weitgehend trocken, einmal leichter Nieselregen! 😊

Anders als in den Vorjahren werden dieses Mal gleich zu Beginn im Bus die Handys eingesammelt, um das gemeinsame Exkursionserlebnis nicht zu stören. Sie werden im Gepäckfach eingeschlossen.

Pünktlich treffen wir schließlich am Zielort ein und schlendern entspannt zur ersten Fütterung. Die Fischotter fühlen sich offensichtlich sehr wohl und verzehren ihre Fische (Rotfedern) trotz der vielen Gräten genüsslich. Wenn sie einen Instagrammaccount besitzen würden, hätten sie heute wohl viele neue Follower gewonnen… 😉

Danach verspüren manche Schüler*innen auch ein wenig Appetit und gönnen sich unterwegs einen kleinen Snack. Auf ausgeschilderten Waldwegen gelangen wir ohne Hektik an Störchen, Rot- und Dammwild vorbei zur Flugwiese, wo wir auf Holzbänken Platz nehmen und die Flugshow der Greifvögel bestaunen.

Eine Falknerin stellt die Luftakrobaten nacheinander vor (Namen, Charaktereigenschaften, Bedürfnisse, usw.) und lässt sie dabei über die Köpfe der Zuschauer*innen hinweg ihre unterschiedlichen Flugstile vorführen. Wir bewundern einen kleinen flinken Sperlingskauz, einen wendigen zutraulichen Turmfalken, eine geräuschlos flatternde Schleiereule, einen Mäusebussard im Gleitflug und einen Seeadler wie er ruhig und kraftvoll seine riesigen Schwingen bewegt und dabei majestätisch knapp über der Grasnarbe dahinschwebt.

Alle bekommen ihren wohlverdienten Applaus! Stehende Ovationen sind allerdings nicht erlaubt, da es sonst zu Zusammenstößen mit den Flugkünstlern kommen könnte. 

Danach findet eine ausgiebige Mittagspause statt, am Imbisswagen bilden sich lange Schlangen …

Direkt nebenan freuen sich Ziegen in ihrem Gehege über unsere Schüler*innen, denn die Tiere werden gefüttert, gedrückt, geknuddelt, bekuschelt und bekommen Kunststücke beigebracht. Viele der Ziegenflüsterer sind so vertieft, dass der Aufruf zur Rallye erst beim dritten Mal wahrgenommen wird. Sie können sich endlich losreißen.

Zwei Stunden später trudeln alle Teilnehmer*innen beim Wolfsgehege wieder ein. Es gibt die letzte Fütterung – dieses Mal mit großen Fleischbrocken.

Und das Schöne ist: Alle Schüler*innen sind pünktlich und haben sich auch ohne Handys wunderbar zurechtgefunden.  😊

Kurz vor der Abfahrt decken sich manche noch mit Kuscheltieren ein – Tiere aus dem Wildpark mitnehmen geht schließlich nicht.  😉

Zurück im Bus zeigt sich die Kreativität von Schüler*innen bei der analogen Kommunikation: Statt laut zu rufen werden kleine Textplakate hochgehalten. Zur Not geht es tatsächlich auch ohne SMS …

Zufrieden treffen wir zum geplanten Zeitpunkt wieder an der Goethe-Schule ein. Ein wunderschöner Tag liegt hinter uns!

 

Herr Meise

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